|
Löddin-Kölpinsee
Das aus drei Ortsteilen bestehende Seebad, dass zu den vier „Bernsteinbädern" zählt, liegt zwischen Koserow und Ückeritz am Übergang zur schmalsten Stelle der Insel Usedom. Kölpinsee und Stubbenfelde liegen an der Ostsee, Loddin am Achterwasser auf der kleinen Halbinsel Loddiner Höft. Knapp 1000 Einwohner sind hier zu Hause und leben heute vorwiegend vom Tourismus, ehemals jedoch waren die Bewohner vorwiegend Bauern und Fischer.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1270 als Dorf Colpin, jedoch haben Ausgrabungen ergeben, dass schon 600 n. Chr. hier eine Siedlung gewesen ist. 1630 wurde das Dorf vollständig von flüchtenden kaiserlichen Truppen verbrannt. Das Badewesen entwickelte sich erst 1895. Es wurde erst ein kleines Fachwerkhaus gebaut, das im Jahr 1897 als Hotel „Seerose" eröffnet wurde. 1896 ließ Carl Prutz, der als der eigentliche Gründer des aufblühenden Ostseebades gilt, das Hotel „Wald am See" erbauen, dass später von seiner Tochter und deren Ehemann im Familienbetrieb bewirtschaftet wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier innerhalb von 20 Jahren weitere Hotels, Ferienhäuser und Pensionen gebaut, wobei der Anschluss im Jahr 1910 an die Usedomer Bäderbahn nicht unwesentlich zum Aufschwung des kleinen Seebades beigetragen hat.
Der Ort hat sich ein romantisches Aussehen mit reetgedeckten Häusern erhalten, das an vergangene Zeiten erinnert, als die Einwohner vorwiegend Bauern und Fischer waren.
Der Ortsteil Stubbenfeld liegt seit 1825 zwischen dem Buchenwald und Kölpinsee. Ein Bauer erhielt als Abfindung von der Forstverwaltung ein Stück Land erhalten und nannte es sein „Stubbenfeld". Direkt nebenan besteht seit 1950 der Campingplatz und die Siedlung „Teufelsberg". Dieser Berg hat nicht von ungefähr seinen Namen erhalten. Es gibt hierzu viele Sagen, die man sich in vielerlei Variationen von den Einheimischen am Lagerfeuer erzählen lassen kann.
Im Ortsteil Stubbenfelde befindet sich ein Campingplatz. Dieser ist umgeben vom Küstenwald und nur ein paar Minuten zu Fuß von der Ostsee und dem Strand entfernt.
Mutter-Kind-Kuren werden in zwei Kurkliniken mit modernster Ausstattung angeboten – das eine ist eine Reha-Klinik, das andere ein Kindersanatorium. Ein perfekter Ort, um sich zu erholen und verwöhnen zu lassen.
Der Ort ist durch seine etwas abgeschiedene Lage entfernt von den Tourismus-Hochburgen der „Kaiserbäder" einer der Ruhepole der Insel. Wer absolute Ruhe und Erholung sucht, sollte hier sein Urlaubsdomizil aufschlagen.
Die Restaurants haben sich in ihrem Speisenangebot vorwiegend auf fangfrischen Fisch spezialisiert und bieten auch geräucherten Fisch der dorfansässigen Fischräuchereien an. Für Leute, die dem Fisch eher abgeneigt sind, gibt es dennoch ein reichhaltiges alternatives Angebot zum Fisch auf den Karten.
Der Ort bietet vielerlei Aktivitäten für Groß und Klein: Auf dem Reiterhof werden Kutschfahrten angeboten, es gibt diverse Wassersportangebote sowohl auf dem Achterwasser wie auf der Ostsee, Angler finden auf dem Kölpinsee ein paar ruhige Plätze zum Fischen und eine Kinderranch lässt auch bei den Kleinen keine Langeweile aufkommen.
Wer am ersten September-Wochenende Kölpinsee-Loddin besucht, kann beim Loddiner Erntefest mitfeiern. Aber auch andere Veranstaltungen werden das ganze Jahr über angeboten.
Auch in Kölpinsee-Loddin kann man sich Fahrräder mieten und damit die Gegend erforschen. Es gibt den gut ausgebauten Küstenradweg. Und wenn einem die Puste wegbleibt, kann man sein Fahrrad problemlos mit der Usedomer Bäderbahn wieder nach Hause transportieren.
Der Kölpinsee wurde mehrmals von der UFA als Filmkulisse verwendet. Viele bekannte Schauspieler aus der Nachkriegszeit haben sich in den Hotels und Pensionen des Seebades Kölpinsee-Loddin eingemietet und hier ihren Urlaub verbracht, unter anderem auch Grete Weiser und Willi Fritsch. Als sehr fischreicher See ist er besonders bei Anglern sehr beliebt. Aber auch Vogelfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Zahlreiche Wasservögel erledigen hier ihr Brutgeschäft und können in absolute Ruhe beobachtet werden.
Wer etwas mehr über das „Gold des Nordens" - den Bernstein – erfahren möchte, sollte sich den Bernsteinbasar Löddin-Kölpinsee in der Waldsiedlung nicht entgehen lassen. Wenn man nach einem Nord-Ost-Sturm am Strand entlang läuft und die angespülten Holz- und Seetangbündel näher untersucht, kann man mit etwas Glück Bernstein finden. Meistens sind es reine Harze ohne Einschlüsse, hin und wieder findet man jedoch auch Bernstein mit fossilen Insekten- oder Sameneinschlüssen. Diese sind zwischen 55 und 35 Millionen Jahre alt. Bernstein wird auch heute noch als Heilstein verwendet. Er gilt als ausgleichend, angstmindernd und fördert die Selbstheilungskräfte. Es gibt Bernstein in unzähligen Farbvarianten zwischen weiß über goldgelb bis hin zu fast schwarz. Im Bernsteinbasar kann man Bernstein in einer Ausstellung ansehen, sich informieren und natürlich auch im Shop kaufen. Geöffnet ist er täglich von 16-19 Uhr.
|