Geografie Usedoms

Usedom ist eine Insel in der Ostsee südöstlich von Rügen gelegen. Der größte Teil der Insel gehört zum deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, während der kleinere östliche Teil zum polnischen Staatsgebiet gehört.

Auf einer Fläche von 445 Km² verteilen sich ca. 76.500 Einwohner, wobei der größte Anteil der Bevölkerung polnische Staatsbürgerschaft hat.

Begrenzt wird Usedom von der Ostsee im Norden, vom Peenestrom im Westen und von der Swine im Osten. Im Osten befinden sich die Inseln Wollin und Kaseburg, im Nordwesten die größte der deutschen Inseln – Rügen. Im Norden sind die kleinen Inseln Ruden und Greifswalder Oie vorgelagert.

Die gesamte Insel ist durchzogen von Gewässern, wobei das Achterwasser im Westen der Insel den größten Anteil hält. Wald bedeckt den Großteil der Insel, der vorwiegend aus Kiefern besteht, dennoch gibt es überall offene Feldflächen, die für die Landwirtschaft genutzt werden. Das Landschaftsbild wird ebenfalls durch Hügel geprägt, welche die Landschaft sehr abwechslungsreich machen. Der höchste „Berg" der Insel ist 69 m hoch (Golm).

Usedom wird zu Recht die „Sonneninsel" genannt. Durchschnittlich 1917 Stunden scheint die Sonne im Jahr dort und beschert damit seinen Einwohnern und Besuchern gute Laune.

Geologisch entstanden ist Usedom vor ca. 15.000 Jahren im Weichselglazial, der jüngsten Zeitperiode der letzten Eiszeit. Die Schmelzwässer bildeten das Stettiner Haff im Süden der Insel. Man findet überall auf der Insel Gesteine, die aus Skandinavien kommen, was ausschließlich durch die Vergletscherung und den damit einhergehenden Eistransport zu erklären ist. Im Gesteinsgarten des Forstamtes Neu Pudagla kann man sich in einer Freiluftausstellung einige Findlinge anschauen und so optisch in der Erdgeschichte einige Millionen Jahre in der Zeit zurück reisen.